Archive Juli 6th, 2010

Jul
06

Vor zehn Wochen explodierte die Ölplattform Deepwater Horizon. Schade, dass die Experten von BP von vielem Ahnung haben, nur vom Flicken einer Ölleitung nicht. Was haben die alles ausprobiert? Eine Stahlglocke! Eine kleinere Stahlbetonkuppel! Top Kill! Da schießt man 8000 Liter Schlamm pro Minute ins Leck. Aber wo ging der Schlamm hin? In die Hose! Zuletzt wollten sie eine Steigleitung durchschneiden, da blieb die Säge stecken. Erst im August wird das Leck geschlossen sein, wollen neue Experten wissen. Viel Zeit für neue Rettungsversuche…

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 Leidet unser immensem Ölverlust: Golf von Mexico (Abbildung ähnlich)

12. Juli
Der gesamte BP-Vorstand wird im Golf von Mexiko auf 1500 Meter heruntergelassen, um durch synchrones Unter-Wasser-Achselzucken eine solch enorme Druckwelle zu erzeugen, dass sich das Leck schließt. Doch die schlechte Sicht im öligen Wasser macht ein gleichzeitiges, kontrolliertes Achselzucken unmöglich. Die einzelnen Mini-Wellen verpuffen im Nichts.

17.Juli
US-Präsident Barack Obama schlägt vor, das Loch in der Ölleitung mit von John McCain im Präsidentschaftswahlkampf in aller Öffentlichkeit gewaschener dreckiger Wäsche zu füllen.

19. Juni
Mit Hilfe einer Spezialeinheit der US-Navy will BP den Golf von Mexiko leer pumpen, um die Plattform bequem trockenen Fußes reparieren zu können. Doch fünf Minuten vor Beginn stoppte BP den Versuch, um die Surf-WM vor Hawaii nicht zu gefährden.

22. Juli
Neue Idee: Ab sofort werden alle Krokodilstränen, die während der täglichen Pressekonferenzen über die BP-Ölmulti-Wangen kullern gesammelt und nach zwei Wochen unter Hochdruck ins Leck geschossen. Der Plan geht schief, weil in der ersten Juli-Woche keine Pressekonferenzen stattfinden, da der BP-Vorstand dann traditionell Angelurlaub auf Coney Island macht.

28. Juli
BP engagiert Uri Geller, der allein mit der Kraft seiner Gedanken, die Plattform so verbiegen soll, dass sich das Leck schließt. Das Experiment misslingt. Mit so viel Tiefgang, so Gellar, habe er noch nie gearbeitet.

30. Juli
Hilflos greift BP nach jedem Strohhalm und fällt auch auf Betrüger rein. Für 300 Millionen Dollar kaufen sie beispielsweise den riesigen Schuldenberg Griechenlands, um damit das Leck zu stopfen. Auf die versprochene umgehende Lieferung in 65 randvollen Containerschiffen warten sie bis heute.

25. Juli
Nach dem WM-Aus in der Vorrunde hat die vogelwilde Französische Nationalelf viele Trikots übrig. Diese spenden sie heute BP mit dem Hintergedanken: Wenn der vogelwilde BP-Vorstand schon in seinen Handlungen kein einheitliches Bild abgibt, dann wenigstens auf Fotos.

06. August
Ein letztes Mal versucht BP um Schadenersatzzahlungen in Milliardenhöhe herum zu kommen. Per Eilantrag will der Vorstand vor einem Bundesgericht, den Golf von Mexiko zum Öl-Schutzgebiet erklären. Erfolglos.

30. August
Riesen Jubel bei BP! Es fließt tatsächlich nichts mehr aus dem Leck! Der Grund: Öl ist alle.