Archiv Januar, 2010

Jan
22

Manches muss man einfach mal auf den Punkt bringen, auch wenn der Punkt es nicht will: Die Krise entpuppt sich immer mehr als so eher blöd. So Arbeitsmarkt und so. Außer Schuldnerberater gibt’s kaum eines Beruf, der gerade boomt. Wo es rappelt im Karton. Wo alle sagen: Komm! Werde Dies-Oder-Das und zack, flattern dir die gebratenen 200-Euro Scheine in den Mund. Einzige Ausnahme: Lobbyist! Egal wie der Konjunkturmotor stottert, ächzt und nach verkokeltem Planschbecken riecht - Lobbyisten haben immer eine handbreit Pomade unterm Kiel.

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Leider haben nicht alle einen so krisensicheren Job wie Uli Winters, der gelernte Pokalhandwerker

Die wichtigsten Fakten für Euren nächsten ARGE-Talk:

  1. Um als Lobbyist durchzugehen, ist nicht zwingend ein Studium nötig. Es genügen zwei Dinge: Eine Gehirnwäsche und einen teuren Anzug.
  2. Oder man studiert Geschmäckle-Wissenschaften an der Moritz Hunzinger-Akademie. Nach erfolgreicher Prüfung ist man nicht Bachelor, nicht Master, sondern Spin Doctor!
  3. Wichtigster Praxistest in der Zwischenprüfung: Wie twittere ich bei Hinterzimmergesprächen, ohne das der anwesende Fachminister nichts mitbekommt?
  4. Um Waffenlobbyist zu werden, muss man sich über Jahre hocharbeiten. Erstmal Klinken putzen und Eisdielen davon zu überzeugen, weniger Eis im Becher zu verkaufen – in der Funktion als Waffellobbyist!
Jan
15

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Ein Unbekannter brach heute Nacht ins Südwitz-Büro ein und entwedenete 17 Gags zum Thema “IKEA-Einkauf”, drei Wortspiele über ”Frauen ist oft kalt”, sowie ein Showkonzept für SAT.1: “Das große Promi-Heizungsentlüften”. Dank Anwohneraussagen von Peter Millowitsch entstand immerhin ein Phantombild.

Geben Sie, ja genau Sie, es doch zu: Wie oft haben Sie sich gefragt, während sie sich Rhababerfäden aus ihren Zahnzwischenräumen pulten: Diese blitzgescheiten Pointen-Dompteure von Südwitz – wie läuft bei denen wohl ein normaler Freitag ab?

08 - 10 Uhr
Gegenseitiges, mitunter prahlerisches Überbieten mit bizarren Geschichten über den Verlauf der letzten Nacht.

10 - 12 Uhr
Offizielle Ziehung eines Buchstaben. Künstler, Sender, Agenturen, deren Name nicht mit diesem Buchstaben beginnen, uns aber dennoch Aufträge erteilen wollen, werden knapp und barsch abgewiesen und fahrig auf den nächsten Freitag vertröstet.

12 - 14 Uhr
Mittagspause

14 - 16 Uhr
Kaffeepause, anschließend stellen sich alle gegenseitig 300 Euro in Rechnung (Wichtig, wegen Scheinselbstständigkeit!)

16 - 18 Uhr
Dienstsport (Im Wechsel Polo, Golf oder Lacrosse)

20 Uhr - Ende offen
Offenes Ende

Jan
11

 

 Szenen, an die sich viele noch erinnern: im Hohen Hause schlurfen plötzlich Gestalten herum, deren Langhaarbartfrisuren barbapapaartig in ihre auf armdicken Nadeln gestrickten Pullover übergehen. Ein bisher unbekannter Turnschuhträger verfeinert die Wurftechnik für Bumerang-Farbbeutel so weit, dass einer seiner Rekordwürfe erst nach 27 Jahren in seinem eigenen Gesicht einschlägt - kurz: die Grünen sind da! Nun, knapp gut 30 Jahre nach ihrem Erscheinen zünden die Schmuddelkinder des Nachkriegsparlamentarismus eine neue Rakete: auf einer eilig einberufenen Automobilausstellung auf der etwa 9000 Kilometer vor München gelegenen Marinzenalm präsentierte Grünen-Generalsekretär Gabriel Büttelkoffer (16, “Ich glaub, ich hab einen geraucht, aber ich weiss nicht mehr genau…”) den “Hornochsen” - ein “untermotorisiertes Bobbycar für unterbelichtete Gutmenschen” (Werbeprospekt).

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Brüllhässlich, aber dafür komplett unbrauchbar: der “Hornochse” 

“Besonders stolz sind wir auf unser Ausstattungsextra Doppelhorn“, leiert der Doyen der Autoidiotie, “damit macht man sich dann endlich vollständig zum Dorftrottel”. Für den Kampf gegen die Klassengegner “Porsche Kaschemme” und “VW-Stewardess” ist der Hornochse bestens gerüstet: er verbraucht im Stand bei kaltem Motor etwa 141 Liter Kerosin auf 0 Kilometer. Auf die nächsten 30 - alles Gute wünscht Südwitz!

Jan
04

 

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Montagfrüh, 4:10 Uhr: langsam verziehen sich der dichte Rauch und die dichten Kölner wieder aus den Gassen der Südstadt. Hier irgendwo muss unser Büro sein…

 

Liebe Leser,

das neue Jahr hat wie immer mit einem Paukenschlag begonnen: um Punkt 4:29 Uhr heute Morgen haben die drei Juxraketen vom Büro Südwitz mit dem traditionellen, sechsminütigen Neujahrs-Paukensolo von Markus Hennig (7, “Mann an Bord“) ihre zwischen den Jahren(*) sträflichst brach gelegene Witze-Arbeit wieder aufgenommen!

Berereits gegen zehn vor fünf in der Frühe hat der seit der Silvesternacht irgendwie leicht durchsichtig wirkende Henning Bornemann (58, “Nonstop Mommsen“) die erste Südwitz-Pointen-Bestellung des Jahres fristgerecht an den ersten Kunden des Jahres (Polizei) ausgeliefert (bedingungslos).

Einzig von Uli Winters (17, “Kassenwart aus Leidenschaft“) fehlt momentan jede Spur. Seit er um 5:12 Uhr mit einem Werkzeugkoffer und elf Pralinenschachteln bepackt sowie streirischer Kriegsbemalung im Gesicht unverständlich grantelnd unter der seit dem Einschalten fauchend Ruß ausstoßenden Südwitz-Kaffeemaschine verschwunden ist, ist er offensichtlich verschwunden (Kollege Winters leider, nicht der Ruß - Anm. d. Red.).

Trotzdem wünschen wir Ihnen (und dem Kollegen Winters) hiermit ein frohes, neues Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen (2010)!

So herzlich wie auf Koffein-Entzug nur irgend möglich grüßt:

Ihre Redaktion Südwitz

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Knallt nach dem Höhepunkt einfach immer am besten: die Rakete danach (nicht für Kleinkinder geeignet).

 

(*: so zwischen den Jahren 2004 und 2010)