
War beim Bestücken dieses Zeitungsautomaten wohl auf feucht-fröhlicher Radtour: Express-Feingefühlredaktion
tour-de-france-manager2007.wav
Hören! Staunen! Und dann noch mal hören! Danach dann aber fix wieder an die Arbeit!

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Hand aufs Herz: hier spürt nicht nur Herr Köhler, “…dass im Zweifel, im Notfall, auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren!”
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Heute vor exakt sieben Tagen schockierte Horst Köhler (67, “Beleidigter Leberhorst“) die ganze Nation, indem er völlig ungekämmt in Berlin vor die Presse, der Bundeskanzlerin vors Schienbein und von seinem Amt als Bundespräsident zurück trat. Fast jeder Bundesbürger kann sich bis zum heutigen Tag noch ganz genau erinnern, wo er in diesem historischen Moment war - nur Horst Köhler selbst weiß es bereits nicht mehr, viel zu viel hatte er in der Zwischenzeit schon wieder zu erledigen (typisch Neu-Rentner!). Und zwar dies (u.a.):
Sie schlafen Abends ein und werden Morgens wach - kommt Ihnen das bekannt vor? Nein? Dann lesen Sie weiter, sonst aber auch! Verdienen auch Sie nebenbei bis zu 100.000 Mark im Monat - und das ohne sich bei dem Versuch, an Reihenhaustüren die “Deutsche Hamsterzeitung” als Abo zu verkaufen, mit Alu-Profilen zusammenschlagen zu lassen! Werden Sie Zahnbürsten- und Südwester-Tester! Alles, was sie tun müssen, ist, die nächsten 2,5 Jahre mit Regenhut und einer laufenden Elektrovibrationszahnbürste zu schlafen und danach 600 einfache Fragen zu beantworten, wie etwa diese:
Hat sich von dem ganzen Geld bereits zwei fiese Fleece-Pullis gekauft: Winters
Also: auf in die nächste Südwestertester-Toothbrush-Fränscheiss Filiale, Mitgliedsbeitrag abschütteln und dann aber ran an den Speck!
Ausnahmsweise schleicht sich mal kein Trend heimlich an unserer Bürotür vorbei, ganz im Gegenteil. Hinter vorgehaltener Hand (selten die eigene) wird getotzt, geniest und augengetränt, was die Drüsen hergeben. Allergien sind ja heutzutage echte Statussymbole und wir von Südwitz schreiten mit kraftlos (weil zu schwer für das bisschen Wind) wehender Rotzfahne voran.
Zwar hieß unlängst noch die Devise: “Niesen ist voll 80er”, aber weil retro ja in ist, ist Niesen jetzt “en vogue”, wie der Rumäne sagt.
Sind aber auch nicht an allen Entgleisungen Schuld: Allergien
Früher hieß es noch: „Mein Haus! Mein Auto! Mein Boot!“ Heute eher: „Mein Ausschlag! Mein Juckreiz! Mein Röcheln!“ Dabei wäre es doch so einfach, das ganze Rheinland allergiefrei zu machen. Man müsste einfach nur ein flüssiges Anti-Allergikum erfinden und über alle Apotheken ein Schild aufhängen mit: „Brauereiausschank“ .
Aber bis es soweit kommt, werden noch viele Trends (FDP wieder gut finden etc.) an unserer Bürotür vorschleichen…
Südwitz ist stolz, Ihnen den neuesten Neuzugang  Zugang (”neuesten Zugang”? das klingt doch auch scheisse!) Mitarbeiter vorstellen zu dürfen: seit dem 01.05. hilft uns der wie der Name schon sagt Holländer (”der wie der Name schon sagt Holländer“! Das ist ja wohl kein Satz! Ausserdem heissen die Niederländer!) bereits am exotischen Klang seines mit poetischer Prosodie uns bezaubernden Namen zweifelsfrei als Bürger der Niederlanden erkennbare Niederländer in Zukunft in ausdrücklich minimalinvasiver Fasson, das zuvor durch unsere bekanntermaßen die Niederlande an Flachheit sogar noch toppenden Spässchen eben erst hervorgerufene Geräusch zu unterbinden. So, jetzt hab ich aber echt keine Lust mehr. Was für ein blasierter Scheissatz!
Ein Schnarchtherapeut, der seinesgleichen sucht: Ugurlu (24, Crossdresser)
Mit einem Wort: (Das sind ja jetzt schon drei!) Kurz: Südwitz freut sich auf angenehme Tage auf der Terasse (zwei mal auf!) im Terassenbereich mit Bülent vom Grill! Heilige Affenscheisse! Ende jetzt!
Für den Inhalt des Mülltransporters sind die Wähler verantwortlich.
Da wird doch der Rahm sauer: in einer Bochumer Krankengymnastikpraxis mit angeschlossenem Geldautomaten entdeckte ein verdreckt ermittelnder Südwitz Korrespondent Unglaubliches!
Fehlt nur noch “Bück’ Dich!” - erniedrigendes Szenario in Bochum
Der nichts ahnende Besucher wird gezwungen vor einem Hinterglasvertikallamellenvorhang regungslos zu verharren und sich dabei auch noch Filmen zu lassen, während ein hämisches Schild auf den Ort verweist, an den sich der ohnehin schon sengende Rückenschmerzen verspürende Tropf sehnt. Als wäre das alles noch nicht schlimm genug, muss man sich in der peinlichen Situation auch noch auslachen lassen, und zwar von einem gelben Haus! Dazu Südwitz-Menschenrechtler Goofy Annannan (91, “Das Leben ist wie eine Nuss - hart und ungerecht!”): “Also wirklich!” Wer sich der Südwitz Initiative gegen kafkaeske Beschilderung anschliessen möchte, überweise bitte umgerechnet 102 Euro in den Südwitz-Breifkasten.
Weihnachtszeit ist Spendenzeit - so war es immer. Und auch in diesem Jahr hatte die Organisation “Cap Mon Amour - Ärzte ohne Grenzen” ihren “Erwartungs-Stiefel” vor die “Spenden-Tür” gestellt und darauf vertraut, dass der “innere Weihnachtsmann” der Spender den imaginären Schuh auch heuer mit “Rosinen und Nüssen” vollpressen würde. “Geschissen…”, kommentiert Geschäftsführer Harald Konopka (96, “Tagesschau”) die enttäuschten Hoffnungen, “…um nicht zu sagen: Pustekuchen! Wir bennenen uns jetzt um in ‘Ärzte an ihren Grenzen’.” Dann wendet sich der Mittdreissiger wieder dem guten Pott zu und zertrümmert vor Wut einen Schokoladenschlumpf mit der flachen Hand. Und tatsächlich: im Hangar der ÄOG bietet sich dem Südwitz-Fotografen Armin Leibowitz (16, “Moskow - 121 Eindrücke aus Südtirol”) ein niederschmetterndes Bild des einst so stolzen Ärmelschoners “Cap Mon Amour”.
Keine Spender, keine Fender - Ein Schiff rast in den Abgrund
“Wir können uns nicht mal eine beschissene Tischtennisplatte an Bord leisten, deswegen meutern schon unsere Masseure!” macht sich Konopkas minutenlang angestauter Ärger Luft. Wenn wir nicht bald wieder Spenden bekommen, heisst es in Zukunft wohl Grenzen ohne Ärzte!” schliesst der Rettungsprofi, bevor er uns unsanft aus seinem Büro prügelt. Wem angesichts soviel Elends schier das Herz bricht, kann ab sofort auf das bekannte Südwitz-Konto überweisen. Die Spenden werden dann umgehend weitergeleitet. Doch, ganz bestimmt. Echt. Ein wunderschönes Fest 2010 wünscht Südwitz.
Friedrich Schiller, der alte Räuber (250, “Ich ben ne Räuber“), wäre dieser Tage 500 Jahre alt geworden - wenn er in Wahrheit nicht nur schlappe 250 Jahre alt geworden wäre. Schade. Trotzdem: Südwitz wünscht Friedlich Chiller, dem großen deutschen Dichterwürstchen, auf diesem Wege einen ausgelassenen “Runden”, viel Erfolg auf seinem weiteren Lebenswerk und natürlich noch jede Menge gute Einfälle (z.B. Fertig-Gedichte für die Mikrowelle; Schiller-Glocken; Wallensteine rausnehmen lassen etc.).
Talent, Talent: an der Lateinschule in Ludwigsburg entstehen 1766 diese frühen Textskizzen Friedrich Schülers, dem späteren Dichter über Gut und Böse.
Nach dem Glückssieg gegen Russland und dem gruseligen Gammelkick gegen Finnland ist Deutschland dabei, bei der WM in Südafrika. Und nu? Ist die DFB-Elf Favorit? Oder gut genug, den Brasilianern die Trainingshütchen aufzustellen? Kann sich Theo „Mr. Z.“ Zwanziger das Spritgeld sparen? Gut, dass Südwitz schon weiß, wie es ausgehen wird…

Auf dem Weg zum Finale eine wichtige Stütze: Abwehrrecke Per MertesackerÂ
18. November 2009
Das letzte Länderspiel in diesem Jahr gegen Ägypten gerät zum Fiasko. In der Aufstellung rotiert Löw viel zu viel, flüssiges Spiel - Fehlanzeige. Im Tor stehen nämlich Adler, Enke, Neuer und Wiese. Einzige Spitze: Dr. Müller-Wohlfahrt.
19. November 2009
Die Bild-Zeitung titelt: „Rette uns, Erich Ribbeck!”
4. Dezember 2009
Wieder riesiges Losglück für die DFB-Auswahl. Deutschland werden für die WM-Vorrunde durchaus besiegbare Gegner zugelost: Die Nationalteams von Legoland, Phantasialand und Takka-Tukka-Land.
14. Mai 2010
Bei der Zusammenstellung des WM-Kaders gibt’s faustdicke Überraschungen: David Odonkor ist nicht mit dabei, dafür aber Christian Wörns und Zoltan Sebescen.
31. Mai 2010
Um der irren Flut an Neuerscheinungen Rechnung zu tragen, werden bundesweit alle CD-Abteilungen neu sortiert. Und zwar in drei Bereiche „Rock“, „Country“ und „WM-Song“.
11. Juni 2010 - Tag des Eröffnungsspiels
Verletzungssorgen: Podolski reißt ohne Fremdeinwirkung in einem Fernsehinterview der Infinitiv, Klose leidet unter vereiterten Nebensätzen und Schweini zieht sich einen Ermüdungsbruch zu, verursacht durch zu viel heimliches Konjugieren.
27. Juni 2010 - Achtelfinale
Vom DFB-Boss bekommt Philip Lahm den Einlauf seines Lebens. Er schlich sich vor dem wichtigen Spiel per Strickleiter aus dem Hotel, um als Schirmherr eine Charity-Gala zu Gunsten alter und vergessener WM-Maskottchen zu eröffnen.
03. Juli 2010 -Â Viertelfinale
Thorsten Frings macht das Spiel seines Lebens. Er gewinnt alle Zweikämpfe und schießt drei Tore. Danach macht er die Playststion aus und geht ins Bett.
07. Juli 2010 -Â Halbfinale
Um keinen Lagerkoller zu kriegen, unternimmt das Team eine Tour zum benachbarten Krueger-Nationalpark. Alle sind begeistert, außer Lukas Podolski. Er hatte gehofft Mike dort zu treffen.
11. Juli 2010 - Finale
Dank eines Abseitstors sowie begünstigt durch vier unberechtigte rote Karten für den Gegner und einem skandalösen Abpfiff bereits nach 81 Minuten wird Deutschland Weltmeister!. Auf der Tribüne klatscht Bundeskanzlerin Merkel jauchzend in die Hände, genauso wie neben ihr der neue Außenminister Mehdorn.
10. September 2010
Große Premiere des WM-Films von Sönke Wortmann, der die Mannschaft erneut während des Turniers begleitet hat. Der Titel: „Yogi ein Sommerbärchen“.