Was für manchen iberischen Feingeist der Höhepunkt der spanischen Kultur ist, stellt für so manchen tumben Hispano-Macho nichts als Tierquälerei dar und treibt ihm die Zornesröte ins Gesicht - nein, hier ist nicht von Dresdner Eierschecke die Rede, sondern von jenem archaischen Ritual, dass manchem iberischen Feingeist die Schamesröte ins Gesicht treibt - dem Stierkampf. Nachdem ein katalanisches Gericht (so eins mit viel Vanillecreme und Knoblauch) das archaische Ritual verboten hat, melden sich mehr und mehr Nationalisten zu Wort, die das ganze nicht für Tierquälerei sondern für den Höhepunkt der spanischen Kultur halten und den Katalanen unterstellen, aus niederen politischen Motiven den Höhepunkt der spanischen Kultur verbieten zu wollen. Nachdem am Morgen bereits 4000 Stiere vor dem katalonischen Parlament defäziert hatten, marschierten am Abend rund 600 arbeitslose Rinderpiekser auf und bewarfen das Amtsgebäude mit roten Tüchern. Es sei eine Schande, so Jesus Del Peremidides (109, “Ich Bremse auch für Stiere, stiere aber auch auf Bremsen”), Vorsitzender der Gewerkschaft “Torero Pajero”, dass man unter dem Deckmäntelchen des Stierschutzes ein archaisches Ritual verbieten wolle, das doch den Höhepunkt der Kultur, zumal der iberischen, darstelle. Die von den Stierkampfgegenern als Ersatz vorgeschlagene “Corrida Cojones”, bei dem der Torero versuchen muss, dem Stier formvollendet in die Klöten zu treten, bezeichnete Peremidides als “Höhepunkt des Iberischen Kulturverfalls”.
Höhepunkt jeder Corrida: Jesus “Die Eierschecke” El Peremidides fixiert das wütende Tier und setzt zum “Cidenjo Morte” an…




